Endodontie

Endodontie befasst sich insbesondere mit der Gesunderhaltung des Zahninneren (Zahnnerv) bzw. mit der Behandlung seiner Erkrankungen (Wurzelbehandlung). Die zahlreichen Fortschritte des letzten Jahrzehnts auf dem Gebiet der Endodontie machen die Behandlung zeitintensiver aber auch in weit höherem Maße erfolgversprechender.

Elektrometrische Meßlängenbestimmung sowie maschinelle Aufbereitung der Kanäle mit hochflexiblen Nickel-Titan-Feilen ermöglichen Endodontie auf höchstem Niveau und verringert dabei die Strahlenbelastung durch den Wegfall der nötigen Röntgenmessaufnahme.

Bestehen auch nach bereits erfolgter Wurzelkanalbehandlung Beschwerden, können diese durch eine Revisionsbehandlung therapiert werden. Eine ohne diese Vorbehandlung durchgeführte Operation (Wurzelspitzenresektion) macht meist wenig Sinn und ist daher genauso wie die Entfernung des betroffenen Zahnes sehr oft vermeidbar. Moderne Endodontie schafft die Basis für eine langfristige Erhaltung auch bereits stärker geschädigter Zähne. Der Erfolg einer Wurzelbehandlung ist in erster Linie von einer exakten technischen Durchführung abhängig.

Diese Behandlung benötigt daher neben hohem technischen Aufwand sehr viel Zeit und auch Erfahrung. Seit dem 01.01.2004 sind Wurzelbehandlungen nicht mehr generell Leistungsbestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei der Behandlung von Frontzähnen und den Ausnahmefällen der Backzähne gilt: § 12, Sozialgesetzbuch V: „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein.