Chirurgie

Die erste Frage der meisten Patienten: Soll ich mich wirklich operieren lassen? Die nachfolgend beschriebenen chirurgischen Verfahren umreißen nur grob eine komplexe Thematik und sollen Sie vom Besuch der Praxis nicht abhalten! Also verzichten wir auf umfangreiches Bildmaterial und bei eher ängstlichem Gemütszustand verzichten Sie bitte auf das Lesen dieser Infoseite!

Vor einem chirurgischen Eingriff gibt es für Sie als Patient vieles zu klären: Warum ist der Eingriff notwendig? Was passiert, wenn ich mich gegen eine chirurgische Intervention entscheide? Welche Komplikationen kann es geben? Welche Alternativen gibt es für mich? Welche Nachbeschwerden sind zu erwarten? Welche Risiken gibt es allgemein, welche zusätzlichen Risiken bestehen in meinem persönlichen Fall? Nur ein ausführliches in Ruhe geführtes persönliches Aufklärungs- und Beratungsgespräch zwischen Ihnen und Ihrem Behandler kann all diese Fragen klären. Stellen Sie alle Ihre Fragen und lassen Sie sich die Bedenkzeit, die Sie brauchen.

Die Wurzelspitzenresektion ist ein chirurgischer Eingriff, der zur Erhaltung eines an der Wurzelspitze entzündeten Zahnes dient. Der häufigste Grund für die apikale Parodontitis ist eine Entzündung im Kieferknochen, der die Wurzelspitze eines nervtoten Zahnes umgibt. Da im tiefsten Teil der Zahnwurzel oft Nervkanalabzweigungen existieren, die auch bei korrekter Wurzelbehandlung einen Entzündungsprozess auslösen können, wird bei diesem Eingriff die Wurzelspitze entfernt (=reseziert). Um die Wurzelspitze zu erreichen, wird das Zahnfleisch vom zahnumgebenden Knochen gelöst und ein kleines Loch in den Kieferknochen bis an die Wurzelspitze heran gebohrt. Nach Entfernung der Wurzelspitze und ggf. Versiegelung des Wurzelkanals wird das Zahnfleisch seiner natürlichen Form entsprechend wieder vernäht.

Grundsätzlich kann man zwischen der Zahnextraktion und der chirurgischen Zahnentfernung unterscheiden. Bei der Extraktion (lat. extrahere = herausziehen) wird der Zahn mit einer Zange oder einem entsprechendem Hebel entfernt. Die operative Zahnentfernung wird meist bei sehr tief zerstörten oder gebrochenen Zähnen notwendig. Man bezeichnet sie auch als operative Aufklappung, weil hierbei das den betreffenden Zahn umgebende Zahnfleisch vom Knochen abgehoben und zur Seite geklappt wird. Anschließend kann die Zahnwurzel im Knochen freigelegt und entfernt werden. Nach einer Wundsäuberung wird das Zahnfleisch in einer bestimmten Technik so vernäht, dass die gesamte Wundfläche geschützt ist und ausheilen kann.

Die Entscheidung zur Weisheitszahnentfernung ergibt sich meist aus einer wiederkehrenden Entzündungssymptomatik des teilweise (partiell retiniert) oder vollständig (impaktiert) im Knochen liegenden Zahnes. Das operative Vorgehen ist ähnlich wie bei der operativen Aufklappung zur Zahnentfernung und richtet sich im einzelnen nach der genauen Lage des Zahnes, welche vorher anhand einer Röntgenaufnahme bestimmt wurde.

Die Chirurgische Implantation - zahnärztliche Implantologie - dient zur Befestigung von Kronen, Brücken oder Prothesen auf künstlichen in den Kieferknochen eingepflanztes Zahnwurzeln (Implantaten). In einem schonenden Operationsverfahren wird das Implantat in den Knochen eingebracht. Nach einer Einheilzeit von einigen Wochen bis Monaten erfolgt die Freilegung des unter dem Zahnfleisch eingebrachten Implantates. Nach einiger Zeit der Weichgewebeheilung wird dann der prothetische Ersatz auf dem Implantat verankert.