Schienenbehandlung bei Kopfschmerz

Kopfschmerz ist eine Erscheinung bei der viele Einflussfaktoren eine Rolle spielt. Die konkrete Ursache herauszufinden und richtig zu behandeln bereitet oft große Schwierigkeiten.

Neben vielen anderen Gründen wie z.B. Durchblutungsstörungen, Stoffwechselerkrankungen, Entzündungen im Kopfbereich, kann der Kopfschmerz auch durch eine Funktionsstörung der Kaumuskulatur; Kiefergelenke oder Zähne (oromandibuläre Dysfunktion) verursacht werden.

Die Symptome sind schmerzhafte Kieferbewegungen, eingeschränkte oder ruckartige Kieferbewegungen, Knacken der Kiefergelenke, gewohnheitsmäßiges Pressen oder Reiben der Zähne. Es gibt hierzu viele Behandlungsmöglichkeiten. Sie reichen von der Regulierung des Zusammenbisses der Zähne über physiotherapeutische Maßnahmen (), entlastender Schienenbehandlung und chirurgischem Vorgehen.

Bei Kiefergelenksbeschwerden, gewohnheitsmäßigen Zähne Knirschen oder Zähne Reiben wird oft eine Schienenbehandlung durchgeführt. Dabei werden zunächst die Zähne des Ober- und Unterkiefers abgeformt und die Lage des Unterkiefers zum Oberkiefer vermessen (Registrierung). Im zahntechnischen Labor wird dann anhand der angefertigten Modellen eine die Kauflächen der Oberkieferzähne bedeckende durchsichtige Schiene aus Kunststoff hergestellt.

Diese Schiene kann leicht auf die Zähne aufgesetzt und wieder abgenommen werden. Sie wird nachts und wenn notwendig auch tagsüber getragen. Diese Schiene wirkt durch ihren die Kaumuskulatur entspannenden Effekt schmerzlindernd und vermeidet das Reiben und Knirschen der Zähne.

Oft kann die Schienenbehandlung nach 6 - 8 Wochen beendet werden. In wenigen Fällen muss diese Behandlungsmethode länger oder mit speziell gestalteten Schienen fortgeführt werden.