Digital unterstützte Mundgeruchmessung

MUNDGERUCH

Die meisten Patienten glauben, dass die Hauptursache für einen schlecht riechenden Atem (Halitosis) im Magen-Darm-Trakt oder Stoffwechsel zu suchen ist. Das ist zwar möglich und sollte stets mit in Betracht gezogen werden, tatsächlich jedoch entsteht Mundgeruch in über 2/3 der Fälle durch Fäulnisprozesse im Mund. 

Die in Zahnzwischenräumen, Zahnfleischtaschen und auf dem hinteren Teil der Zunge vorhandenen Mikroorganismen produzieren Schwefelverbindungen. Daher lässt sich Mundgeruch in den meisten Fällen durch Maßnahmen wie Zungenreinigung, optimale Mundhygiene, Parodontosebehandlung und intensive Zahnreinigung erfolgreich behandeln. Nach der mechanischen Entfernung der bakteriellen Beläge können ergänzend Mundspüllösungen mit speziellen Inhaltsstoffen helfen (z.B. Chlorhexidindigluconat). Auch führen Natriumbikarbonat- und/oder Zink-Zusätze sowie die Behandlung mit weiteren zinkhaltigen Präparaten zu einer Hemmung der Geruchsbildung.

Über die Hälfte der Betroffener verwenden sogenannte „Atemerfrischer“ wie Pastillen,Mundwasser, Mundsprays. Diese können – wenn überhaupt – nur kurzzeitig den eigenen Geruch überdecken, lösen das Problem aber nicht. Ein Problem stellt vor allem die Beurteilung des Mundgeruchs allein mit dem eigenen Geruchssinn dar. Das Ergebnis ist höchst subjektiv und schlecht reproduzierbar.

Eine Möglichkeit stellt hier das sogenannte "Halimeter" dar, welches wir in unserer Praxis verwenden. Dieses Handgerät eignet sich dazu, die Konzentration flüchtiger Schwefelverbindungen in Luftproben zu messen. 

Das Absinken der Messwerte im Verlauf der Behandlung kann als objektive Bestätigung des Therapieerfolges dienen und hilft dem Betroffenen dabei, wieder Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen zu gewinnen.