Füllungstherapie

Der Begriff der konservierenden Zahnheilkunde leitet sich aus der Bedeutung des Wortes "Konservieren" her und bedeutet hier "Erhalten". In diesem Bereich der Zahnmedizin werden alle Maßnahmen erfasst, die der Erhaltung der einzelnen Zähne dienen. Allerdings betrachtet man dabei tatsächlich nur einzelne Zähne.

Die häufigste und wohl auch bekannteste Krankheit, unter der unsere Zähne zu leiden haben, ist die Karies. Meist schon im Kindesalter lernen wir diesen Begriff kennen und verbinden ihn ab dieser Zeit neben Zahnschmerzen auch mit dem Begriff des "Bohrens". Wie kommt es aber eigentlich zu einer Karies?

Heute ist bekannt, dass die Karies eine Infektionskrankheit ist, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Wir stecken uns also wie bei jeder Infektion an. Leider geschieht dies immer, denn Karies auslösende Bakterien besiedeln unsere Mundhöhle schon von Kindesalter an und begleiten uns eigentlich ein Leben lang. Wir sind aber nicht machtlos gegen diese unfreundlichen Begleiter, wie Sie weiter unten unter Prophylaxe, Zahnerhaltung und Ernährungsberatung lesen können.

Wenn ein Zahn von Karies befallen wurde, ist es die Aufgabe des Zahnarztes die infizierten Teile des Zahnes zu entfernen. Dann der große Moment des Bohrers gekommen. Je nachdem, ob die Infektion tief sitzt oder nicht, wird der Zahn schon schmerzend aufgefallen sein.
Dieser besonders unangenehmen Situationen geht dann noch die Möglichkeit der örtlichen Betäubung der Zähne mittels einer Injektion voraus. Für Patienten mit einer Spitzenphobie gibt es die Möglichkeit des Einbringens des Anästheikums mittels eines kanülenlosen Gerätes. Diabetikern ist dieses Gerät als Dermojet bekannt. Es handelt sich dabei um einen Druckinjector, der das Betäubungsmittel durch die Schleimhaut dringen lässt. Mit oder ohne Kanüle kann zuvor die Schleimhaut mittel eines Spray schon oberflächlich betäubt werden.

Nach dem Exkavieren und der "Desinfektion" des Zahnes muß der entstandene Schaden wieder repariert werden. Das Loch im Zahn muss dauerhaft und belastbar verschlossen werden. Dafür gibt es grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten:

Diese ist auf alle Fälle angebracht, wenn durch einen tiefen Kariesbefall der Zahnnerv betroffen ist und entfernt werden muß, um ein Übergreifen der Infektion auf den Knochen zu verhindern.

Nach der "Desinfektion" des Zahnes muß der entstandene Schaden wieder repariert, d.h. das Loch im Zahn dauerhaft und belastbar verschlossen werden. Dafür gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten:

Die Füllung

Der Zahn wird mit einem Material wieder verschlossen, das der Zahnarzt im Mund des Patienten direkt verarbeiten kann. Es handelt sich dabei um zahnfarbenen Kunststoff. Wir verarbeiten die verschiedenen Tetric-Werkstoffe der Firma Ivoclar Vivadent (Schweiz).

Das Inlay

Inlays sind die haltbarste und ästhetischste Möglichkeit für eine Zahnfüllung. Der Zahn wird dabei mit einem zumeist in der Zahntechnik hergestellten und dem Defekt genau angepassten individuellen Paßteil verschlossen. Als Material kommt Keramik zum Einsatz. Der große Vorteil liegt, neben der optimalen Ästhetik, vor allem bei Keramikinlays, in der enormen Langlebigkeit der Inlayversorgungen. Die Rohlinge für die CAD/CAM gefertigten Inlays werden übrigens von der Firma VITA in Bad Säckingen hergestellt.